Italienischer Choreograph und Tänzer. Studierte in Rom, Paris und Cannes. Heute Ballettdirektor am Anhaltischen Theater Dessau.
— 1983 / 2025 —Choreographien für Hamburg Ballet, Deutsche Oper Berlin, Norwegian National Ballet, Finnish National Ballet, Opernhaus Zürich und Bayerische Staatsoper.
Italienischer Choreograph und Tänzer Stefano Giannetti studierte in Rom, Paris und Cannes. 1983 wurde er vom Hamburg Ballet unter John Neumeier engagiert, 1985 folgte das Engagement beim Basler Ballett unter Heinz Spoerli.
1986 trat er in das London Festival Ballet unter Peter Schaufuss ein — das heutige English National Ballet — und wurde dort bald zum Solisten ernannt. Nach einer Saison als Erster Solist beim Zürich Ballett unter Uwe Scholz (1988/89) kehrte er an das English National Ballet zurück.
1990 wurde Giannetti als Erster Solist und Choreograph an das Ballett der Deutschen Oper Berlin engagiert, wo er bis 1998 wirkte. Seine choreographische Karriere begann bereits in den frühen 1980er Jahren: 1981 erhielt er den Premio Nazionale Danza; im selben Jahr brachte die RAI sein Werk „The Stone Flower" zur Ausstrahlung. 1992 und 2000 wurde ihm der Leonide-Massine-Preis in Positano verliehen.
Choreographien Giannettis wurden vom Hamburg Ballet („Concerto", „Glinka Divertissement"), der Deutschen Oper Berlin („La Valse", „Hommage an Mozart", „Zwillinge", „Le Miracle de la Rose", „Atemlos", „Rosenkavalier", „Salomé", „Ohdaiko", „Blaue Augen, Schwarzes Haar"), dem Norwegian National Ballet („Bal de Vienne"), der Accademia Nazionale di Danza in Rom („Belkis"), dem Arena di Verona Ballet, dem Miami Ballet Festival, dem Finnish National Ballet und dem Theater Hof aufgeführt.
Als Choreograph arbeitete Giannetti zudem in zahlreichen Opernproduktionen mit, u. a. mit Götz Friedrich, Hans Neuenfels (Deutsche Oper Berlin), Marta Domingo, Jürgen Rose (Oper Bonn), Grischa Asagaroff, Sven-Eric Bechtolf und Nicolas Joël (Opernhaus Zürich).
Nach Stationen als Ballettmeister an der Semperoper Dresden unter Vladimir Derevianko (1998–1999) und als Künstlerischer Leiter des Northern Ballet Theatre in England (1999–2000) — wo sein Ballett „Great Expectations" über hundertmal aufgeführt wurde — gründete er 2004 in Berlin Uomo Danza, ein Zentrum, das sich auf männliches Balletttraining spezialisiert.
Von 2006 bis 2015 war Giannetti Ballettdirektor und Choreograph am Pfalztheater Kaiserslautern. Hier entstanden u. a. „Carmen", „Glass Violin Concerto", „Hommage an Mozart", „Giacomo Casanova", „Der Nussknacker", „Duke Ellington Forever", „Pulcinella", „Der Feuervogel", „Hommage an die Ballets Russes", „Schwanensee", „Dornröschen", „Carmina Burana", „Engelslieder", „Der Pagodenprinz", „Die Vier Jahreszeiten", „Boléro" und „Chopin".
Seit 2015 arbeitet Giannetti als freischaffender Choreograph u. a. an der Bayerischen Staatsoper München, am Landestheater Niederbayern und an der Accademia Nazionale di Danza Rom. Seit 2019 ist er Ballettdirektor am Anhaltischen Theater Dessau.
Fotos: private Sammlung · © Maria-Helena Buckley
Stefano Giannetti zeigt Ballett auf Weltklasse-Niveau.
Schwäne im Spiegel der Geschichte — Stefano Giannettis „Schwanensee" begeistert. „Bravi" und Standing Ovations für ein Werk, in dem es ihm erneut gelungen ist, mit Phantasie und humorvollen Ideen die märchenhafte Geschichte um wahre Liebe und ewige Treue darzustellen.
Ein stimmiger Strawinsky-Abend — ein Feuerwerk spritziger Ideen, perfekt auf die Musik gesetzt. Der Spaß ist spürbar, den Choreograph, Dirigent und Tänzer bei dieser Produktion haben.
Neben zeitgemäßen interpretatorischen Ansätzen sind ihm auch Lebendigkeit und Humor zu eigen, was die Balletttruppe in eine völlig andere Richtung lenken könnte.
Auch seine Compagnie drückt mit ihrem Tanz die Freude am Tanzen aus. Man sieht ihnen an, dass sie die Lebensfreude und Energie ihres Choreographen umsetzen und leben.
Un enfant prodige della coreografia italiana.
Giannetti is not only a master of metaphor, but also a gifted storyteller.
Stefano Giannetti est l'un des meilleurs chorégraphes de ce début de siècle.
Giannetti does make his dancers work. The hectic movement hardly ever stops.
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, welche durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.
Der Autor ist bestrebt, in allen Publikationen die Urheberrechte der verwendeten Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu beachten oder auf lizenzfreie Werke zurückzugreifen.
Das Copyright für veröffentlichte, vom Autor selbst erstellte Objekte bleibt allein beim Autor. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.
Sofern auf Verweisziele direkt oder indirekt verwiesen wird, die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, haftet dieser nur dann, wenn er von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern.
Dieser Haftungsausschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt.